Archiv für den Monat: Mai 2017

BAUSTELLEN – soweit das Auge reicht !!

Eigentlich wollte ich zuerst über österreichische Baustellen sprechen. Vorher möchte ich aber doch noch ein paar Worte zu Herrn Trump „verlieren“.

Österreich, Europa ja fast die ganze Welt regt sich über den amerikanischen Präsidenten auf. Warum ????  Er ist unberechenbar !!!

Man könnte den Spies auch umdrehen. Nach 100 Tagen Amtszeit weiss man (sollte man wissen) wie dieser Mann „tickt“ und trotzdem warten alle noch immer – gebannt – auf die Fehler (?!) dieses Mannes. Solange die amerikanische Regierung diesen Präsidenten gewähren lässt (gewähren lassen muss) müssen wir, die ganze Welt, mit IHM leben. Alles andere ist Realitätsverweigerung.

Realistisch und viel dringlicher wäre es für die EU (auch für die NATO), die Probleme im eigenen Haus einmal anzugehen – sonst dividiert uns Herr Trump sehr schnell auseinander und lacht sich ins Fäustchen. Aber, und da grabe ich Weisheiten aus die unsere Urgrossväter schon in der Pfeife geraucht haben – man zeigt lieber mit dem Finger auf Andere als vor der eigenen Tür zu kehren.

Um noch einmal auf Trump zurück zu kommen und zu seiner Euphorie über den Waffendeal mit Saudi-Arabien. Wenn man ein Auge zuhält kann man den Jubel über den Deal, und die damit verbundenen Jobs, ja nachvollziehen. Wenn man das zweite Auge wieder öffnet muss man natürlich sehen, dass alle Waffen den Tod von Menschen (egal ob Zivilisten oder Militärs) zur Folge haben aber Waffen werden von so vielen Staaten geliefert – auch von Österreich. Zynisch formuliert: Es handelt sich um einen Markt mit stark steigender Nachfrage und alle wollen daran verdienen.

Wer will denn da den ersten Stein werfen ?

So, und nun doch nach Österreich: Grundsätzlich ist festzustellen, dass die Regierung durch ihre Unfähigkeit zu regieren (arbeiten ?), eine Legislaturperiode mutwillig verkürzt hat.

ÖVP / Hr. Kurz: Wollte man biblische Vergleiche ziehen, könnte man fast annehmen ein Messias ist gekommen. Laut katholischer Glaubenslehre ist vor mehr als 2000 Jahren tatsächlich ein Messias gekommen und nach einem kurzen Leben durch ein Urteil von Missgünstigen zu Tode gekommen. Daraus ist die römisch-katholische Kirche geworden mit einer Gefolgschaft von rund 1,2 Milliarden weltweit.

Zur ÖVP kommt kein Messias sondern der Herr Kurz und wenn man ihn an der Amtsdauer seiner Vorgänger messen will, wird sein Wirkungszeitraum überschaubar bleiben ebenso wie seine Gefolgschaft.

Aber was soll er denn eigentlich bewirken? Glaubt ernsthaft jemand in der ÖVP daran, dass ein Mann (vielleicht mit ein paar MitstreiternInnen) mit einem durch Jahrzehnte gewachsenen Polit-/Parteidschungel aufräumen kann – selbst wenn er das schaffen sollte hat er noch nichts für die Bevölkerung getan. Glaubt wirklich in der ÖVP jemand ernsthaft, dass Mitglieder, die sich jahrelang durch alle Hierarchien nach oben gekämpft haben sich jetzt, vor Freude jubelnd, eine(n) Quereinsteiger (Fachmann /-frau) vor die Nase setzten lassen? Wenn ja, dann wünsche ich weiterhin süsse Träume.

Was aber noch viel wichtiger ist: Glaubt irgendwer ernsthaft, dass sich die WählerInnen, nach zehn Jahren Misswirtschaft, tatsächlich die immer gleichen Märchen noch einmal auftischen lassen? Wenn Sie daran glauben sollten Herr Kurz – dann können sie vermutlich auch über´s Wasser gehen.

Ein anderes Thema, mit möglicherweise weitreichenderen Folgen für Österreich, ist ihr „Profilierungskrieg“ den sie mit der Türkei führen. Man muss sich fragen, welcher Teufel sie geritten hat, eine völlig nutzlose Kampagne, im Namen Österreichs, gegen die Türkei zu führen für die sie in der EU keinerlei Unterstützung haben. Die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei liegen de facto auf Eis und mehr braucht es auch nicht. Was sie aber erreicht haben ist, dass ein Land mit fast 80 Millionen Einwohnern  einen hohen Einwohneranteil auch in Österreich stellt, ein begehrter Handelspartner für unsere Wirtschaft ist und das auch ein beliebtes Urlaubsziel ist/war, sich jetzt uns gegenüber sehr feindselig verhält.

Erste Auswirkung, Türkei als wichtiges NATO-Mitglied möchte alle Beteiligungen des österreichischen Bundesheeres an NATO-Einsätzen verbieten. Das bedeutet aber, dass wir als NATO-Nichtmitglied (Neutralität) auch von allen Entwicklungen moderner Armeen abgeschnitten sind – und auch keine „emotionale“ Bindung mehr besteht. Wie und wo sich unser Bundesheer notwendiges strategisches, technisches, organisatorisches uvm. Know-how jetzt holen soll hat Herr Kurz noch nicht gesagt.

Wie man mit solchen Ländern umgeht hätte sich Herr Kurz bei unserem Nachbar Deutschland ansehen können. Kanzlerin Merkel, die zweifellos nicht alles billigt was in der Türkei geschieht, ist in der Lage über den Tellerrand zu sehen und dabei verliert sie auch nicht die Flüchtlingsproblematik aus den Augen – denn dabei ist die Türkei zweifellos (noch) eine grosse Hilfe. Das scheint aber für Herrn Kurz kein erwähnenswertes Problem zu sein.

GRÜNE /  Ingrid Felipe + Ulrike Lunacek: Wahrscheinlich wird deren Berufung für die Bundespolitik keine Bedeutung haben.

SPÖ / Mag. Kern: Ich reihe ihn deshalb an letzte Stelle weil er schon am längsten von den „Neuen“ dient. Für Herrn Kurz wäre es aufschlussreich sich über die Verschleiss- erscheinungen nach nur einem Jahr in der Rolle des Parteivorsitzenden zu informieren – dazu muss man der Ordnung halber erwähnen, dass die SPÖ wesentlich sorgsamer mit ihrem Führungspersonal umgeht als die ÖVP.

Tatsache ist aber, dass auch Herr Mag. Kern der (österreichischen) Welt keinen „Hacksen“ ausgerissen hat. Aus Sicht der SPÖ liegt das naturgemäss am Koalitionspartner – in Wirklichkeit liegt es aber an den Parteisystemen, wie bei ÖVP + FPÖ auch.

EU: Vorrangiges Ziel der EU ist es heute Wirtschaft und Geldverkehr aufrecht zu halten. Das ist grundsätzlich nicht zu verurteilen, die Vergangenheit hat aber, mehrmals und ohne Ausnahme, gezeigt, dass eine Rettung über die grenzenlose Vermehrung von Geld nicht funktioniert. Überfluss, nicht nur bei Geld, wirkt immer inflationär. Die Ursachen für diese Entwicklung sind bei Ländern (vorwiegend ehemaliger Ostblock) zu suchen, die ohne entsprechendes wirtschaftliches Fundament in die EU gestartet sind – oder auf unlautere Weise (Griechenland) sich den Beitritt (zum Euro) erschwindelt haben.

Wenn diese Entwicklung nicht schnellstmöglich gedreht werden kann wird ein Crash nicht zu verhindern sein – mit wahrscheinlich weltweiten Auswirkungen.

NATO: Hier hat soeben Herr Trump sowohl die Grenzen als auch die Schwachstellen aufgezeigt – wofür man ihm eigentlich sogar dankbar sein müsste. Faktum ist aber auch, dass  dieses Bündnis ohne Amerika seine Wirksamkeit verlieren würde.

Würde man nun den Vorstellungen des amerikanischen Präsidenten folgen, müssten fast alle (ausser Griechenland !!) NATO-Staaten massiv aufrüsten. Das würde wahrscheinlich dem Arbeitsmarkt helfen, das Signal an die Welt wäre katastrophal.

TÜRKEI: Stellvertretend für unzählige weitere Krisenherde und in unmittelbarer Nähe liegend.

Die Situation in der Türkei ist unumkehrbar – wieder so ein Faktum, dass viele nicht wahr haben wollen und sei es nur um Gesprächsstoff zu haben. Tatsache ist aber, dass nur durch Gespräche (siehe wiederum Kanzlerin Merkel) mit den handelnden Personen neue Wege gefunden werden können – die Alternative ist Konfrontation.

An dieser Stelle möchte ich eine österreichische (Wiener) Weisheit einbringen: Nur durch´s reden kommen die Leut z´sam.

Wenn Sie auch meiner Meinung sind und mich dabei unterstützen wollen diese Zustände zu ändern – dann nehmen Sie Kontakt mit mir auf. Email: derverein@sbg.at

Wenn Sie selbst Erfahrungen gemacht haben oder/und Verbesserungsvorschläge machen können – dann nehmen Sie Kontakt mit mir auf. Email: derverein@sbg.at

 

Quo vadis Österreich ?????????????????????

Eine neue Leitfigur für die ÖVP – grosse Versprechen, grosse Erwartungen, grosse Hoffnungen, usw.

Als ein Österreicher der schon etwas länger diese Erde – und im besonderen Österreich – bevölkern darf frage ich mich, woraus die Funktionäre der ÖVP den Grund für ihre Euphorie ableiten. Sie selbst müssten doch am besten wissen wie sehr sie Gefangene des Parteisystems sind – und daran hat sich nichts geändert.

Nichts geändert hat und wird sich auch nichts bei SPÖ und FPÖ. Nur eines ist ihnen wichtig und haben alle gemeinsam: Die Stärkung ihrer Parteisysteme und damit Macht und Einfluss – und die Hand am Geldhahn.

Was sich aber doch geändert hat und die Herrschaften aller Colours offensichtlich nicht zur Kenntnis nehmen wollen ist die Tatsache, dass die WählerInnen bei diesem Spiel nicht mehr mitmachen wollen. Sie haben endlich begriffen, dass sie schon jahrelang für eine teure Show bezahlen aber immer nur billiges Theater dafür bekommen.

Zwei Beispiele der jüngsten Vergangenheit, in nicht gerade kleinen Ländern haben es gezeigt: Amerika und Frankreich !!

Man mag von Trump halten was man will aber die WählerInnen haben es trotz allem vorgezogen einen Newcomer zu wählen an Stelle einer Kandidatin aus dem System. Bei Macron war es ähnlich – die WählerInnen haben erkannt, dass die alten Parteisysteme nicht reformierbar sind. Deutschland wird wohl bei Merkel bleiben weil sie eine der wenigen Politikerinnen ist die nicht nur den Parteivorteil sieht sondern auch für Land und Bevölkerung arbeitet.

Das Wohl des Landes und seiner Bevölkerung in den Vordergrund zu stellen ?? Nun, davon können wir in Österreich nur träumen. Eines nämlich beherrschen unsere PolitikerInnen  doch sehr gut – die Darstellung kleinster Verbesserungen als grösste Errungenschaften zu präsentieren und die masslose Überhöhung von Selbstverständlichkeiten.

All das, meiner Meinung nach, würde den Systemerhaltern und Selbstdarstellern von ÖVP, SPÖ und FPÖ nichts nützen wenn eine neue Partei in den Ring steigen würde. Eine solide, seriöse Partei, ohne Vorbelastungen und Leichen im Keller, deren vorrangiges Ziel es ist all die längst überfälligen Reformen durchzuführen. Die Doppel- und Mehrfach-gleisigkeiten und die Geldverschwendung abzustellen und so den Menschen wieder Lebens- und Berufsperpektiven zu geben.

Wo also ist eine neue Partei ?? Bestehend aus Fachleuten, die ohne politisch-ideologische Scheuklappen die Probleme analysiert und dann die Lösungen schnell und kompetent umsetzt. Ohne hinderlichen Parteiapparat !!

Nur so werden wir die Weichen stellen können damit Österreich tatsächlich eine Zukunft hat  –  und sehr wahrscheinlich ist die kommende Nationalratswahl die letzte Gelegenheit dafür.

Wenn Sie auch meiner Meinung sind und mich dabei unterstützen wollen diese Zustände zu ändern – dann nehmen Sie Kontakt mit mir auf. Email: derverein@sbg.at

Wenn Sie selbst Erfahrungen gemacht haben oder/und Verbesserungsvorschläge machen können – dann nehmen Sie Kontakt mit mir auf. Email: derverein@sbg.at