Archiv für den Monat: März 2015

Steuerreform – wann kommt der nächste Schritt

Es dürfte wohl ein Jahr vergangen sein, von den ersten Rufen nach einer Steuerreform bis zu deren Beschluss im Parlament – und bis sie jeder im Geldbörsel spürt vergeht noch einmal Zeit.

„Zeit schinden“ nennt man diese Vorgangsweise in verschiedenen Sportarten. Die Regierung dürfte dieses „Instrument“ jetzt zu einem Hauptbestandteil ihrer Tätigkeit erkoren  haben. Werden doch immer mehr, eigentlich akute Probleme, mit diesem „Tool“ auf die lange Bank geschoben. Es wird demnach, in ferner Zukunft, ein Stichtag (eine Wortschöpfung die dem Bundeskanzler offensichtlich besondere Freude macht) festgelegt, für die Zeit bis dahin wird dann eine Arbeitgruppe eingerichtet die das anstehende Problem behandelt. In der Regel handelt es sich um ein Problem das sowieso schon lange besteht und für das eine Reihe von, auch tatsächlichen, Experten schon Lösungen erarbeitet haben.

AKTUELL (lt. ORF-Ö1 / Mittagsjournal vom 30.3.2015): Euro  38.000,– pro Kopf beträgt die Verschuldung, die der österreichische Staat seiner Bevölkerung aufbürdet. Das ist wesentlich mehr als viele Österreicherinnen und Österreicher von ihrer Bank als Kredit bekommen würden. Diese Schuldenlast steigt von Jahr zu Jahr an und ebenso die dafür fälligen Zinsen – das sind Fixkosten (wie brutal sich die auf ein begrenztes  Budget auswirken wissen Sie wohl von eigenen Krediten) die Sie mit Ihren Steuern finanzieren/bezahlen müssen!!!

Eine Umkehr dieser Entwicklung oder zumindest ein Stop ist aber nur – Sie haben es erraten – durch Reformen möglich. 

Warum entsteht eigentlich der Eindruck dass Reformen ein Allheilmittel darstellen sollen? Die Ursache besteht vor allem darin, dass unsere Staatsordnung mit all den Gesetzen, Verordnungen und dgl. nach Ende des 2. Weltkrieges (1945) geschaffen wurde. Seitdem wurden die Gesetze, Verordnungen und dgl. verändert, angepasst und ergänzt – je nach Notwendigkeit und/oder politischen Ideologien. Nachdem aber immer dazu gegeben und kaum jemals etwas wieder weg genommen wurde stiegen die Kosten ständig an – und das tun sie auch heute noch.

Seriöse Reformen durchzuführen heisst im Grunde genommen nichts anderes als in den verschiedenen Bereichen (z.B. Bildung, Heer, Gesundheit, Verwaltung, usw.) Bedarf und Notwendigkeiten zu erheben und die dafür erforderlichen Strukturen neu aufzubauen. Dadurch werden Zwei- und Mehrgleisigkeiten ausgeschaltet und Kosten (Ausgaben) gespart.

Kein leichtes Unterfangen aber es führt kein Weg daran vorbei. Je länger wir damit warten umso mehr wird unsere Verschuldung und die damit verbundenen Zinsen steigen.

Wenn Sie auch meiner Meinung sind und mich dabei unterstützen wollen diese Zustände zu ändern – dann nehmen Sie Kontakt mit mir auf.

Wenn Sie selbst Erfahrungen gemacht haben oder/und Verbesserungsvorschläge machen können – dann nehmen Sie Kontakt mit mir auf.